Reinhard Bleß

 

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E-Government

Zu E-Government zählen alle geschäftlichen Prozesse in Zusammenhang mit Regieren und Verwalten, welche mit Hilfe von Infomations- und Kommunikations-Techniken über elektronische Medien passieren. E-Government umfasst somit alle Verwaltungsebenen – lokal bis global. Zudem bezieht es sich auf den gesamten öffentlichen Sektor (Legislative, Exekutive, Jurisdiktion). 
(Definition der Verwaltungshochschule Speyer)

E-Government („Electronic Government“) steht für die Nutzung elektronischer Medien und hier insbesondere des Internets, um Verwaltungsvorgänge per Mausklick erledigen zu können. Kernziel von E-Government ist die Entstehung einer „digitalen Verwaltung“, deren Online-Angebot im Hinblick auf Information, Kommunikation, Dienstleistungen und Beteiligungsmöglichkeiten – so weit möglich und rechtlich zulässig – auf die Bedürfnisse der Bürger und Unternehmen, also auf die Bedürfnisse der Behördenkunden, zugeschnitten ist. Zu denken ist beispielsweise an umfassende Informationen zu Verwaltungsvorgängen, an Online-Formulare, elektronische Anträge oder per E-Mail zugestellte Bescheide, aber auch an Online-Bürgersprechstunden oder Diskussionsforen zu aktuellen Themen. Wo die elektronsiche Abwicklung nicht oder noch nicht möglich ist, sollen auf diesem Wege Informationen angeboten werden, die den Gang zur Behörde - gleichgültig ob persönlich oder elektronisch - gut vorbereiten oder erleichtern.

E-Government ist die Grundlage optimierter Geschäftsprozesse der öffentlichen Verwaltung aus „Kundensicht“. Durch die Vermeidung von mehrfacher Datenerfassung, Datenhaltung und Vorgangsunterbrechungen können große Rationalsierungseffekte erreicht werden. Die Voraussetzung hierfür sind durchgängig integrierte Geschäftsprozesse, vom Internet-PC bis zum zentralen Verfahren.

Die nationale E-Government-Strategie von Bund, Ländern und Kommunen

Eine moderne öffentliche Verwaltung ist Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands. E-Government leistet dazu einen entscheidenden Beitrag. Deutschland-Online bündelt E-Government-Initiativen von Bund, Ländern und Kommunen zu einer gemeinsamen nationalen Strategie. Damit schafft es die Grundlage für eine weitere effiziente Verwaltungsmodernisierung. Durch gemeinsames Vorgehen bei vielfältigen E-Government-Vorhaben und dem Aufbau interoperabler Infrastrukturen in Bund, Ländern und Gemeinden will die Initiative bis zum Jahr 2010 eine vollständig integrierte E-Government-Landschaft in Deutschland schaffen. Das partnerschaftliche Konzept: "Einige-für-alle" nutzt dabei vorhandene Ressourcen optimal und vermeidet Parallelentwicklungen.

Die Zielmarken bis 2008 (unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel):

  • Bis Ende 2005 haben alle Behörden in Bund, Ländern und Gemeinden einen Zugang für elektronische Kommunikation eingerichtet.
  • Bis Ende 2006 sollen alle 2003 beschlossenen Deutschland-Online-Vorhaben im Internet verfügbar sein.
  • Bis Ende 2007 werden die Behörden auch untereinander elektronisch kommunizieren.
  • Bis Ende 2008 werden alle geeigneten Verwaltungsverfahren in Deutschland online zur Verfügung stehen.

E-Government in Baden-Württemberg mit dem Masterplan des Datenverarbeitungsverbundes Baden-Württemberg (DVV BW)

Die zentralen Verfahren für die Verwaltungen werden für die Integration von E-Diensten für alle Kommunen und Landratsämter weiterentwickelt. Ziel dabei ist es, nicht nur einzelne E-Bürgerdienste, sondern portalgesteuerte Angebote für die jeweilige Lebenslagen der Bürgers im Sinne eines One-Stop-Governments anzubieten.

E-Government-Framework des DVV BW

Das „E-Government-Framework“ des DVV BW als zentrale Entwicklungs-, Integrations- und Produktionsplattform für einen flächendeckenden Markt, machen das hohe Investitionsvolumen finanzierbar. Arbeitsteilig und synergetisch werden von den Projektpartnern (Rechenzentren und Datenzentrale in Baden-Württemberg) Content, Software, Portaldienste, Standards, Betreibermodell, Sicherheits- und Service-Konzepte entwickelt.

Mit dem E-Government-Framework wird allen Kommunen ein komplettes und finanzierbares Serviceangebot für die Erstellung, die Fortschreibung und den Betrieb von Kommunalportalen aus einer Hand geliefert. Kernziel ist es dabei, die Anforderungen der Kommunen und die gesetzlichen Vorgaben im Bereich E-Government auch für interkommunale Prozesse abzudecken.

Die Komponenten des E-Government-Framework

Kooperatives E-Government

Für die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit kommen der Realisierung übergreifenden Geschäftsprozessen zwischen den Verwaltungen und Wirtschaft und Verwaltung zukünftig große Bedeutung zu. Eine stärker kooperativ organisierte Verwaltung bietet ökonomische Aspekte, die sowohl für die stark belasteten Finanzhaushalte, wie auch für die Bürger von Interesse sein werden. Dies wird durch kooperatives E-Government möglich. Im Rahmen der Initiative Deutschland-Online wird eine gemeinsame E-Government-Strategie entwickelt, die eine vertikale Vernetzung von Bund, Ländern und Kommunen schrittweise ermöglichen soll. Neben den nationalen Aspekten von E-Government-Architekturen rückt zukünftig auch der europäische Kontext mehr ins Blickfeld. Erste europaweite E-Government-Dienste werden bereits entwickelt (Melderegisterauskunft).

Weitere Informationen zu E-Government-Themen finden Sie hier:

 

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